Akademisches Studien- und Fristenmanagement mit Quellenprüfung, Datenschutz und realistischer Handlungsplanung.
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Rollenbasierte Multi-Modell-Strategie. Modellkatalog liegt in einer lokalen Konfigurationsdatei statt im Skill-Text -- Rollen (Denker/Entscheider, Dauer-Worker, Entwurfsgenerator, Reviewer/Abnahme, Eskalation), Reasoning-Effort als eigene Achse, Abnahmepflicht für Entwurfsmodelle, Anbieterwechsel für unabhängige Reviews, Kontingente, Delegationsablauf und Kosten/Qualität kleiner Worker.
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Rollenbasierte Multi-Modell-Strategie: Konfiguration statt Textkatalog, Rollen statt starrer Score-Tabelle, Abnahmepflicht für Entwürfe, Anbieterwechsel für unabhängige Reviews.
Modelle gehören nicht in diesen Text. Welche konkreten Modelle, Provider und Aufrufwege gerade existieren, ändert sich schneller als ein Skill sinnvoll gepflegt werden kann — und ist pro Nutzer verschieden. Dieser Skill beschreibt deshalb nur Rollen und Prinzipien; der tatsächliche Katalog lebt in einer Konfigurationsdatei im Skill-Ordner.
models.local.json oder models.private.json (beide
Namensmuster sind in der .gitignore dieser Bibliothek bereits als privat erfasst,
skills/**/*.local.* bzw. skills/**/*.private.* — nie veröffentlichen, nie committen).
Wenn vorhanden, ist das der maßgebliche Katalog.models.example.json im selben Ordner — neutrale Platzhalter-Vorlage, die
das Schema zeigt. Dient nur als Vorlage zum Anlegen der eigenen lokalen Datei, nicht als
Katalog für echte Läufe.model-Enum eines nativen Subagenten-Werkzeugs,
codex debug models --bundled, eine App-eigene Modellliste)? Ein geratenes Modell ist
schlechter als ein kurz erhobenes.Bei Widerspruch gilt die Live-Messung. Eine Konfigurationsdatei kann veraltet sein (ein Modell wurde abgeschaltet, umbenannt oder ersetzt); eine frische Messung an der Runtime selbst schlägt jede Textquelle, inklusive der eigenen lokalen Konfiguration. Widerspruch kurz benennen und die Konfigurationsdatei danach aktualisieren, statt ihn stillschweigend zu übergehen.
deprecated: true heißt: nie einsetzen. Ein als deprecated markierter Katalogeintrag
bleibt aus Erkennungs-/Historiengründen stehen (damit ein Agent eine alte Erwähnung einordnen
kann), wird aber für keine neue Aufgabe mehr gewählt — auch nicht als Fallback.
models.example.json)Jeder Katalogeintrag trägt: id, provider, invoke (Aufrufmuster, keine echten Pfade im
Beispiel), effort_levels, roles (siehe Abschnitt 1), strengths, weaknesses, guardrails
(Zuverlässigkeits-Einschränkungen wie „nur Entwurf", „nicht selbst ins Dateisystem schreiben",
„enge Abnahme" — siehe Abschnitt 3), budget_hint (Verweis auf den Skill budgetierung),
verified (Verfügbarkeit in der eigenen Runtime belegt, siehe Abschnitt 5) und deprecated.
Eine Modellwahl beantwortet zuerst welche Rolle eine Aufgabe braucht, danach erst welches konkrete Modell diese Rolle aktuell am besten/günstigsten füllt. Rollen sind stabiler als Modellnamen — ein Modell wird ausgetauscht, die Rolle bleibt.
| Rolle | Frage | Typisches Merkmal |
|---|---|---|
| Denker/Entscheider | Architektur, Strategie, mehrdeutige Anforderungen, Abwägung von Alternativen | teurer, wird gezielt statt durchgehend eingesetzt |
| Dauer-Worker | laufende Umsetzung über viele Schritte: Implementierung, Debugging, Standardaufgaben | günstig genug, um durchgehend zu laufen |
| Entwurfsgenerator | schnelle erste Fassung (Design, Text, Code, Struktur, Übersetzung) | schnell, aber grundsätzlich mit Abnahmepflicht (Abschnitt 3) |
| Reviewer/Abnahme | prüft Ergebnisse anderer Modelle | wirkt am stärksten bei einem anderen Anbieter als der Ersteller (Abschnitt 4) |
| Eskalation | wird nur für den einzelnen schwierigsten Schritt hinzugezogen | nie für den ganzen Lauf, immer kurz begründet |
Ein Modell kann mehrere Rollen tragen (z. B. gleichzeitig Dauer-Worker und gelegentlicher Reviewer). Welche Modelle welche Rollen aktuell füllen, steht in der Konfiguration (Abschnitt 0), nicht hier. Zur kleinsten Worker-Klasse (Kosten pro Auftrag, Qualität je Aufgabentyp) siehe Abschnitt 7.
Eine Score-Rechnung über feste Dimensionen (Klarheit, Komplexität, Kreativität, Kontext, Kritikalität) kann als grobe Orientierung dienen, um zwischen Dauer-Worker und Denker/Eskalation zu unterscheiden — sie ist kein verbindlicher Mechanismus, der ein Modell automatisch bestimmt:
SCORE = (10 - KLARHEIT) + KOMPLEXITAET + KREATIVITAET + KONTEXT + KRITIKALITAET (je Dimension 0-10)
Niedriger Score → Dauer-Worker oder sogar ein günstiges/token-freies lokales Modell reicht. Hoher Score (durchgehend widersprüchliche Anforderungen, mathematische Beweisführung, Statistik mit weitreichenden Konsequenzen) → Denker/Eskalation, meist mit anschließendem Review. Dazwischen liegt der breite Normalfall des Dauer-Workers. Die konkrete Schwelle, ab der eskaliert wird, hängt vom aktuellen Katalog ab (manche Nutzer haben nur zwei, andere sechs Rollen-Füllungen) und gehört deshalb nicht in eine feste Tabelle in diesem Text.
Reasoning-Effort (z. B. low/medium/high/xhigh/max, oder eine feinere/andere Staffelung
je Anbieter) ist eine von der Modell-/Rollenwahl unabhängige Achse: Erst ein fachlich
geeignetes, live verfügbares Modell für die Rolle wählen, dann seine Denktiefe passend zur
Schwierigkeit staffeln.
Keine Effort-Stufe erweitert Schreib-, Kosten-, Freigabe- oder Publikationsrechte. Delegationen bleiben innerhalb der bestehenden Autorität (siehe Abschnitt 5). Ist eine Stufe in der aktuellen Runtime nicht verfügbar, wird das benannt und auf eine belegt verfügbare Stufe ausgewichen — nicht stillschweigend das billigere Verhalten als Erfolg gemeldet.
Lang laufende oder rechenintensive Einzelschritte gehören — unabhängig von der Effort-Stufe — auf den dafür vorgesehenen Compute-Host, nicht auf die lokale interaktive Maschine; die Schwelle dafür ist eine Umgebungsregel, keine Modellstrategie-Regel.
Modelle in der Rolle Entwurfsgenerator liefern grundsätzlich einen Entwurf, keine fertige Lieferung — unabhängig davon, wie gut der erste Eindruck ist. Das ist keine pauschale Abwertung eines einzelnen Modells, sondern eine Eigenschaft der Rolle: schnelle erste Fassungen sind wertvoll, weil sie schnell sind, und genau deshalb fehleranfälliger.
Daraus folgen drei feste Regeln, unabhängig vom konkreten Modell:
guardrails), weil sie je Werkzeug unterschiedlich technisch umgesetzt wird.Ein Review ist am aussagekräftigsten, wenn Ersteller und Prüfer nicht denselben Anbieter und nicht dasselbe Modell nutzen — sonst teilen sie möglicherweise dieselben blinden Flecken.
Review-Muster:
| Muster | Wie es funktioniert | Wann einsetzen |
|---|---|---|
| Session-Advisor | Nutzer setzt einen Reviewer in der laufenden Session, Agent ruft ihn gezielt | Standard bei Beweis/Architektur |
| Orchestrator-als-Reviewer | das stärkere/koordinierende Modell reviewt den Output eines Worker-Subagenten | Orchestrator ist ohnehin leistungsfähiger als der Worker |
| Gegen-Agent / Anbieterwechsel | Modell A (Anbieter 1) arbeitet, Modell B (Anbieter 2) prüft adversarial | unabhängige Verifikation, zwei Perspektiven, höchste Aussagekraft |
| Empfehlung statt Eigenausführung | Agent empfiehlt explizit: „diese Aufgabe mit Rolle Eskalation + Review bearbeiten" | aktuelle Session ist für den Schritt zu schwach |
Wann Review einsetzen: mathematische Beweisführung, Architekturentscheidungen mit langfristigen Konsequenzen, statistische Methodik/Studiendesign, komplexe Bugs nach mehreren erfolglosen Debug-Zyklen, jeder Entwurf aus Abschnitt 3.
Wann kein Review nötig ist: Routine-Code, Content, Formatierung; gut definierte, unkritische Aufgaben im Rahmen eines bereits geprüften Vorgehens.
Dokumentierte Schwächen bleiben in der Konfiguration, nicht hier — z. B. „Modell X ist für
mathematische Reviews ungeeignet" gehört als weaknesses-Eintrag in den Katalog, weil er sich
mit dem Modell ändert, nicht mit dem Skill.
Es gibt bewusst keine Berechtigungsmatrix nach Modellname (welches Modell darf löschen, welches Systembefehle ausführen). Eine solche Matrix suggeriert, Rechte seien eine Eigenschaft des Modells — sie sind eine Eigenschaft des Auftrags und der erteilten Autorität:
guardrails-Feld) sind Zuverlässigkeits-Hinweise, keine
Rechteerweiterung oder -beschränkung: „nur Entwurf" sagt, wie sehr dem Ergebnis zu trauen ist,
nicht, was technisch erlaubt wäre.verified: true im Katalog).Ein stiller Modellwechsel gegenüber der konfigurierten Besetzung ist zu melden. Wählt eine
Runtime aus eigenem Antrieb (Kontingent, Verfügbarkeit, interner Default) ein anderes Modell als
in models.local.json/models.private.json festgelegt, ist das kein Fehler, aber es gehört
transparent benannt — nicht stillschweigend als Erfolg der geplanten Strategie gemeldet. Das
gilt unabhängig davon, welche zwei Modelle konkret betroffen sind; frühere Fassungen dieses
Skills nannten hier ein bestimmtes Modellpaar als Präzedenzfall — die Regel ist seither bewusst
neutral gehalten, weil sie nicht an einem einzelnen Modellwechsel hängen soll.
Dieser Skill beantwortet welche Rolle und mit welcher Sorgfalt (Effort, Review). Zwei benachbarte Fragen werden bewusst nicht hier beantwortet, um Doppelpflege zu vermeiden:
budgetierung: Aushandlung
von Kontingenten je Zeitfenster, laufendes Konto, Puzzleteil-Vorverfahren vor Eskalation.
budget_hint im Katalog verweist genau hierhin.orchestrator (Protokoll zum Zerlegen, Beauftragen, Abnehmen) bzw. Skill
choose-your-orchestrator (wenn die passende Orchestrierungsform selbst erst ausgehandelt
werden muss — Session-Vertrag für Modellslots, Parallelität, Spawn-Tiefe, Schreibgrenzen,
Abnahme, Eskalation).Messung 2026-10 (Haiku 5.5, claude-haiku-5-5; Familie damals Fable 5.1, Opus 5.5, Sonnet 5.5,
Haiku 5.5; rund 30 Einsätze, gegen Sonnet 5.5 verglichen). Preise je Mio. Tokens (Stand 2026-10-06):
Haiku 5.5 $0,10/$0,50 (bis 100k Prompt), Sonnet 5.5 $2/$10, Opus 5.5 $4/$20 — pro Token ≈ 1/20
Sonnet, 1/40 Opus. Preise und Befunde veralten mit den Modellen: bei Abweichung gilt die frische
Messung (Abschnitt 0).
Effizienz-Falle: billig pro Token ≠ billig pro Auftrag. Ein Haiku-Subagent im Claude-Code-Harness
kostet ~180–360k Tokens je Auftrag, auch für eine 193-Zeilen-Datei. Die Grundlast (~45–65k Tokens
je Turn) stammt aus dem Harness (Skill-/Agenten-/MCP-Listen, Start-Hooks), nicht aus der
Projekt-CLAUDE.md (Wiederholung nach Kürzung der Regeldatei: 186k → 182k). Gegenmittel:
claude -p --model haiku --strict-mcp-config --mcp-config '{"mcpServers":{}}' --disable-slash-commands --tools Read,Write
→ gemessen $0,018 je README-Übersetzung (gleiches Tokenprofil: Sonnet ≈ $0,35, Opus ≈ $0,66).
--bare (ohne CLAUDE.md und Hooks) spart weiter, braucht aber einen API-Key. Bei sehr großen
Mengen API/Batch statt Subagent.Qualität je Aufgabentyp (gemessen):
| Aufgabentyp | Befund |
|---|---|
| Treueprüfung alt → neu (Prüfschwarm) | sehr gut; fand 2 kritische Fehler, die Autor und Prüfskript übersahen; ~6 % Fehlalarme |
| Einzeldatei-Code-Review | gut; 8 echte Funde gegen 6 des Vergleichsmodells, in einer zweiten Datei 4 Zusatzfunde; jeder Fund braucht Gegenprüfung |
| Übersetzung (z. B. READMEs DE→EN) | gut (~9/10); vollständige Parität; Fachbegriffe schwanken zwischen Läufen → Glossar; UI-Labels/Platzhalter brauchen Kontext |
| Doku↔Code-Abgleich | gut; keine Fehlalarme in Stichproben |
| Dubletten-Kartierung | brauchbar; ~85–90 % Recall gegen das Vergleichsmodell, ~1 Fehlalarm je Abschnitt |
| Kleiner, klar spezifizierter Fix mit Test | gut |
| Mechanik (Tests im Worktree, Rebase, PR, Lagebild) | gut; meldet Flakiness und Blockaden ehrlich, umgeht keine Guards |
Empfehlungen:
git grep.Einsatzregel: Das Modell ist ein Entwurfs- und Prüfwerkzeug (Rolle Entwurfsgenerator bzw. Zweitleser im Prüfschwarm, Abschnitt 1) — keine Abnahme-Instanz und kein Standard-Dauer-Worker. Produktivarbeit läuft über den Dauer-Worker der Konfiguration; die kleine Klasse nur auf ausdrücklichen Auftrag des Nutzers. Massenaufgaben mit fester Eingabe laufen bevorzugt über die API (Batch, ≈ $0,001 je README), nicht als Subagent im Harness.
verified ergänzt (Feld war in models.example.json und
Abschnitt 5 bereits in Gebrauch)models.example.json (getrackt, neutral)
plus eine lokale, nicht veröffentlichte Konfigurationsdatei (models.local.json /
models.private.json, bereits über .gitignore als privat erfasst) verlagertdeprecated: true wird nie eingesetztbudgetierung, Delegationsablauf/Rollenzuschnitt an orchestrator
und choose-your-orchestrator verwiesen statt doppelt gepflegtxhigh, gezieltes max,
breitenorientiertes ultracode)Portiert aus BACH v3.8.0 | Rollenbasiert seit 3.0.0
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概要と使いどころ
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